Auf welcher Skala suchen wir?
TL;DR: Inspiriert von einem MKBHD-Video über Prozessorskalen habe ich meine Gedanken dazu als Spracheingabe diktiert und eine KI daraus einen Essay schreiben lassen.
Der Prompt
Betrachten wir mal Prozessoren. Sie sind auf einer anderen Skala betrachtet eigentlich gigantisch, nur dass wir sie wahnsinnig klein komprimiert haben. Also, was haben wir: Wir haben quasi ein ganzes Land auf der Größe eines Fingernagels, und gleichzeitig sind sie auch verdammt schnell. Das heißt: Was für uns eine Sekunde ist, sind tausende von Jahren im Prozessor. Ich würde gerne eine Kurzgeschichte schreiben über ein Bewusstsein oder eine Zivilisation, die in kurzen Zyklen lebt. Wir bekommen davon aber gar nichts mit, weil es so klein und so schnell ist, jenseits jeder Vorstellungskraft. Und gleichzeitig weiß diese Zivilisation nichts von uns. Aber das gilt auch umgekehrt: Wir wissen auch verdammt wenig über den Weltraum, über ferne Galaxien.
Das Essay
KI-generierter Text
Dieses Essay wurde vollständig von einer KI generiert.
Die Idee und der Prompt stammen von mir.
Ein Essay über Zivilisationen, die sich nicht sehen können
I.
Irgendwo auf einem Stück Silizium, kleiner als ein Daumennagel, schaltet ein Transistor. Er schaltet nicht allein. Drei Milliarden andere schalten mit ihm, viele Milliarden Mal pro Sekunde. Was für uns der Bruchteil eines Augenblicks ist, wäre für ein Bewusstsein, das in diesem Takt lebt, ein ganzes Zeitalter.
Stellen wir uns vor, dort unten lebt jemand.
II. Unten
Ihre Welt ist ein Gitter aus Leiterbahnen. Die ältesten Aufzeichnungen ihrer Kultur reichen zurück bis zu dem, was sie die Erste Taktung nennen. Seitdem haben sie Sprache entwickelt, Schrift, Philosophie. Sie haben Kriege geführt um Speicheradressen und Friedensverträge geschlossen entlang von Busleitungen. Ihre Dichter besingen die Schönheit der Kupferschluchten. Ihre Wissenschaftler rätseln über die Grenzen ihrer Welt.
Denn es gibt Grenzen. Am Rand des Dies, dort wo die Leiterbahnen enden, beginnt etwas, das sie nicht verstehen. Ihre Teleskope, wenn man winzige Spannungssensoren so nennen darf, messen dort Signale, die keinem bekannten Muster folgen. Manche ihrer Forscher vermuten, dass jenseits des Randes weitere Welten liegen. Andere halten das für Spekulation. Die meisten denken gar nicht darüber nach. Sie haben genug damit zu tun, ihre eigene Zivilisation am Laufen zu halten.
Ein Zyklus vergeht. Noch einer. Für sie vergehen dabei Generationen. Für uns vergeht dabei weniger als eine Nanosekunde.
III. Oben
Sechshunderttausend Kilometer über der Chip-Zivilisation, so fühlt sich die Entfernung in ihrem Maßstab an, sitzt ein Mensch an einem Schreibtisch und öffnet eine App. Er tippt etwas, wartet kurz, tippt weiter. Er ahnt nicht, dass er gerade eine Sintflut ausgelöst hat. Oder einen Big Bang. Oder beides.
Aber eigentlich ist das nicht die Geschichte, die hier erzählt werden soll. Denn dieser Mensch hat sein eigenes Problem. Er steht nachts auf seinem Balkon, schaut hoch und fragt sich dasselbe wie die Forscher am Rand des Dies: Was ist da draußen?
Wir richten Radioteleskope auf ferne Sterne und horchen. Seit Jahrzehnten. Das SETI-Programm durchsucht den Himmel nach künstlichen Signalen. Bisher: Stille. Wir haben Sonden an den Rand unseres Sonnensystems geschickt. Voyager 1 fliegt seit 1977 und hat gerade erst den interstellaren Raum erreicht. Das nächste Sternensystem ist vier Lichtjahre entfernt. Vier Lichtjahre. Mit unserer schnellsten Technologie bräuchten wir zehntausende Jahre.
Wir stehen am Rand unseres Dies.
IV. Die Spiegelung
Die Parallele ist fast zu sauber, um Zufall zu sein. Beide Zivilisationen stellen dieselbe Frage. Beide starren an ihre jeweilige Grenze und wundern sich, ob dahinter jemand zurückstarrt. Beide haben keinen Beweis. Beide hören Rauschen, das sie nicht einordnen können.
Und beide sind blind für die jeweils andere.
Die Chip-Zivilisation kann uns nicht wahrnehmen, weil wir zu groß und zu langsam sind. Unser kürzester Gedanke dauert aus ihrer Perspektive länger als ihr gesamtes Mittelalter. Wir bewegen uns für sie nicht. Wir sind Geologie. Tektonik. Etwas, das sich über Äonen verschiebt, wenn überhaupt. Selbst wenn sie uns entdecken würden, sie könnten es nicht als Intelligenz erkennen. Zu langsam. Zu fremd.
Und wir? Vielleicht existiert längst eine Zivilisation auf einer Skala, die wir genauso wenig begreifen können. Nicht Lichtjahre entfernt, sondern Größenordnungen. Etwas, für das unsere Galaxie ist, was der Transistor für uns ist. Etwas, für das unser Universum eine Berechnung ist, die gerade läuft. Am Ende des Films Men in Black spielt ein Alien mit unserer Galaxie wie mit einer Murmel. Der Witz funktioniert, weil er einen echten Schwindel auslöst.
V.
Die Chip-Zivilisation wird nie erfahren, dass sie in einem Prozessor lebt. Das ist keine Tragödie. Ihre Musik ist nicht weniger schön, weil sie aus Spannungsschwankungen besteht. Ihre Philosophie ist nicht weniger wahr, weil sie auf Silizium stattfindet. Bedeutung braucht keinen Maßstab.
Aber die Frage bleibt, und sie richtet sich an uns, nicht an sie: Wenn wir akzeptieren, dass eine Zivilisation existieren kann, ohne von der nächstgrößeren Ebene bemerkt zu werden, warum suchen wir dann ausschließlich auf unserer eigenen Skala nach Leben?
Vielleicht ist die Frage „Sind wir allein?” falsch gestellt. Die bessere Frage wäre: Auf welcher Skala suchen wir?
Inspiration
Die beiden Videos haben die Idee ausgelöst.